Gelenkschmerzen

Symbolbild Mann mit Gelenkschmerzen - Praxis Beweggruende

Wenn jede Bewegung zur Herausforderung wird

Treppensteigen, eine Getränkekiste anheben, die Haare waschen oder einfach nur die Schuhe zubinden, alles kein Problem? Golf, Tennis, Inline-Skaten, Wandern, Joggen und Ihre Lieblingssportart ausüben, das wäre schön? Den Büro-Arbeitsberg mal eben wegarbeiten, schnell gemacht?

Wenn die Gelenke schmerzen, wird der Alltag zur Herausforderung und das liebste Hobby zur Qual.  

Dazu kommen noch die Sorgen: Ist es vielleicht doch Arthrose, Rheuma, Arthritis, Gicht, Osteoporose oder eine andere Stoffwechselerkrankung? Kann ich mir selbst helfen oder muss ich umgehend einen Arzt aufsuchen? Und wird es ab jetzt immer schlimmer?

Fest steht: Je stärker die Gelenkschmerzen sind, desto häufiger kommt es zu Schmerz-Vermeidungsverhalten, zu Schonung, Immobilität und langfristig gesehen einer Verschlechterung der Lebensqualität. Das gilt für Schmerzen an Knie- und Schultergelenken, der Wirbelsäule und Hüfte genauso wie für Beschwerden an Sprunggelenken, Fingern oder Zehen.

Gelenkschmerzen – weit verbreitet

Jeder dritte Deutsche leidet im Laufe seines Lebens mindestens einmal unter Gelenkschmerzen. Damit ist Gelenkschmerz einer der am häufigsten vorkommenden Schmerzformen. (von unten hierher verschoben) Typisch dabei: Anlaufschmerzen und Morgensteifigkeit oder Verschlechterung bei Belastung. Häufige Zeichen einer Entzündung im Gelenk sind Schwellung, Rötung und Überwärmung.

Bis heute gelten Gelenkschmerzen in der herkömmlichen Medizin in vielen Fällen als nicht oder schlecht behandelbar und die medikamentöse Behandlung hat oft erhebliche Nebenwirkungen.

Doch woher kommen Gelenksschmerzen und was verursacht die Schmerzen? 

Wir wollen den Schmerzen auf den Grund gehen und Ihnen Wege aus dem Dilemma aufzeigen.

Woher kommen Gelenkschmerzen?

Unabhängig davon, in welchen Gelenken Sie Schmerzen spüren – im Grunde ist der Aufbau der über 100 Gelenke in unserem Körper immer gleich:

Knie-, Ellenbogen-, Schulter-, Hüft- oder Fingergelenke unterscheiden sich nur in ihrer Form und Größe. Die Hauptfunktion der Gelenke besteht darin, unterschiedliche Winkel einzunehmen und damit Bewegung in viele Richtungen zu ermöglichen. Auf diese Weise könnten wir unseren gesamten Körper eigentlich mühelos in verschiedene Richtungen steuern.

An jedem Gelenk sind mindestens zwei Knochen beteiligt, deren Endigungen von einer Kapsel umgeben sind. Diese Kapsel hat eine stabile äußere Schicht, die das Gelenk zusammenhält, und eine innere Schicht, welche die Gelenkflüssigkeit produziert. Sie können sie sich als eine Art Gelenk-Schmiere vorstellen, die für reibungslose Bewegungen der Gelenkflächen sorgt und den Knorpel ernährt.

Der Gelenkknorpel liegt genau zwischen den beiden Gelenkflächen, sodass im gesunden Gelenk nicht Knochen auf Knochen reibt. Durch den Knorpel fließt kein Blut, weshalb er anders versorgt werden muss. Seine Funktionsweise ähnelt der eines Schwamms: bei variantenreicher Bewegung wird er zusammengedrückt und die Abfallstoffe werden so aus dem Knorpel gespült. Wird er wieder entlastet, dehnt sich der Knorpel aus und nimmt dabei frische Gelenkflüssigkeit auf. Dieses Wechselspiel ist für die Ernährung des Knorpels essenziell.

Geschieht es durch einseitige oder nicht ausreichende Bewegung zu wenig oder erhält der Knorpel aus der Gelenkflüssigkeit nicht die richtige Nahrung, leidet der Knorpel unter Mangelernährung, degeneriert oder stirbt letztendlich sogar ab. Das Ergebnis sind Arthrose und ohne Schutz aneinander reibende Knochen beziehungsweise Gelenkflächen. Die erhöhte Reibung sorgt schließlich dafür, dass die Knorpelmasse immer weiter abnimmt und der Gelenkverschleiß damit drastisch zunimmt.

Muskeln und Faszien sind die Motoren der Gelenkbewegungen. Dank ihnen können wir theoretisch 100 Prozent der von Natur aus möglichen Gelenkwinkel nutzen. In unserem modernen Lebensalltag mit vielen sitzenden Tätigkeiten bringen wir unsere Gelenke jedoch nur noch in einen Bruchteil aller möglichen Winkel.

In der Folge werden unsere Muskeln und Faszien immer unnachgiebiger. Im, auf eine Maschine übertragenen Sinn, rosten unsere Bindegewebe (die Faszien) und der gesamte Bewegungsapparat ein.

Dadurch entwickeln sich punktuelle, über das normale Maß hinausgehende Zugspannungen. Diese sorgen dafür, dass die Knochen der Gelenke zu stark zusammengepresst werden. Gleichzeitig wird der Gelenkknorpel nur noch auf einer sehr kleinen Fläche beansprucht — und dort dann viel zu stark.

Aufgrund dieser Überbelastung wird er teilweise nicht mehr richtig ernährt und stirbt ab, da das Schwamm-Prinzip außer Kraft gesetzt ist, und erhöhter Gelenkverschleiß entsteht.

Wie entsteht nun der Schmerz?

Unser Gehirn registriert die zu hohen Spannungen im muskulär-faszialen System, die daraus resultierende Überlastung des betroffenen Gelenks. Als Warnung vor einer langfristig drohenden Gelenkzerstörung sendet es einen sogenannten Alarmschmerz in das betroffene Gelenk.

Unser Körper möchte uns damit sagen, dass wir uns nicht weiter so einseitig bewegen sollen wie bisher, weil es uns schadet. Er schlägt Alarm!

Häufige Diagnosen und Befunde bei Gelenkschmerzen

Fuß

  • Halux valgus – Zehendeformität der Großzehe
  • Halux rigidus – schmerzhaftes Zehengrundgelenk
  • Calcaneus Sporn – knöcherner Auswuchs der Ferse, Fersensporn

Knie

  • Gonarthrose – Kniegelenksarthrose in 4 Stadien
  • Meniskusschäden – Abnutzung oder Risse an den „Bandscheiben“ des Kniegelenks
  • Patella Syndrom – Probleme mit einer Instabilität der Kniescheibe

Hüfte

  • Coxarthrose – Verschleiß des Hüftgelenks
  • Hüftkopfnekrose – Absterben von Anteilen des Hüftgelenkkopfes
  • Impingement Syndrom – Engpasssyndrom der Hüfte
  • Bursitis – Schleimbeutelentzündung des Hüftgelenks

Schulter

  • Impingement Syndrom – Einengungssyndrom
  • Tendinosis Calcarea – Kalkschulter
  • Frozen shoulder – Schultersteifigkeit
  • Cuff Arthropathie – Hervortreten des Oberarmkopfes durch Schäden an der Rotatorenmanschette
  • Omarthrose – Arthrose des Schultergelenks

Ellenbogen

  • Bursitis olecrani– Schleimbeutelentzündung
  • Epicondylitis humeri radialis – Tennisellenbogen, Tennisarm, Mausarm
  • Epicondylitis humeri ulnaris – Golferellenbogen, Golferarm

Handgelenke

  • Karpaltunnelsyndrom – Einklemmung der Mittelhandnerven
  • Tendovaginitis – Sehnenscheidenentzündung
  • Handgelenksganglion – Überbein

Gelenkschmerzen und ihre Erscheinungsformen

Gelenkschmerzen können Betroffene morgens nach dem Aufstehen quälen (Anlaufschmerz, Morgensteifigkeit) und im Laufe des Tages zurückgehen.

Bei anderen Patienten zeigen sich die Schmerzen erst später am Tag und verstärken sich bei Belastung. 

Typische Symptome sind außerdem Schwellung, Rötung und Überwärmung als Zeichen der Gelenkentzündung sowie wiederkehrende und chronische Schmerzen an Muskeln, Sehnen und Gelenken.

Arthrose und Schmerzen in den Gelenken sind definitiv kein Schicksal des Alters oder einer genetischen Veranlagung, welches es zu ertragen gilt. Auch Übergewicht spielt keinesfalls die Hauptrolle bei den Ursachen. 

Jeder von uns hatte sicherlich schon einmal Gelenkschmerzen nach einer massiven Belastung, sei es durch Sport oder erhebliche körperliche Arbeitsbelastung.

Immer häufiger tritt akuter Gelenkschmerz bei jungen Menschen auf: Das viele Sitzen in unserem Alltag, einseitige Belastungen am PC, aber auch exzessiver Sport oder eine Ernährung mit zu vielen tierischen Eiweißen führen dazu, dass auch die junge Generation bereits unter Gelenkschmerzen leidet.

Operation, Schmerzmittel oder funktionelle Behandlung?

Die meisten Formen von Gelenkschmerzen sind sehr gut durch unsere Form der Schmerztherapie erreichbar.

Bei einigen Befunden sollten Sie jedoch unbedingt ärztlichen Rat einholen.

Dazu gehören:

  • Hämophilie – Schmerzen durch Einblutungen ins Gelenk
  • Borreliose – Bakterielle Erkrankung durch Zeckenbisse mit Gelenkschmerzen
  • Niereninsuffizienz – Fehlfunktion der Niere mit Störungen im Vitaminhaushalt
  • Sarkoidose – entzündliche Erkrankung der Lunge mit Knötchenbildungen an Gelenken
  • Lupus Erythematodes – Autoimmunerkrankung mit Fieber, Abgeschlagenheit und Gelenkschmerzen
  • Pfeiffersches Drüsenfieber – Virale Erkrankung mit Gelenkschmerzen
  • Psoriasis – Schuppenflechte, häufig einhergehend mit Gelenkschmerzen
  • Akutes Trauma – nach einem Unfall kann es zu einer Zerstörung der Gelenkstruktur kommen

Wieso trotzdem oft zu Schmerzmitteln und OPs geraten wird

Viele Mediziner stehen unter dem Druck, einen sofortigen Behandlungserfolg im Sinne einer Unterdrückung des Schmerzes erzielen zu wollen. Dabei kommen Schmerzmittel, schmerzlindernde Spritzen ins Gelenk, Kortison-Injektionen, Elektrotherapie, Stoßwellentherapie und Akupunktur zum Einsatz.

Bildgebende Verfahren führen zu Diagnosen. Als Ursache der Beschwerden wir der erkennbare Verschleiß (in Form einer Abweichung von der gesunden „Normalstruktur“) herangezogen.

Scheitern herkömmliche Schmerzmittel oder können diese aufgrund ihrer oft heftigen Nebenwirkungen nicht mehr eingenommen werden und bringen Physiotherapie und Osteopathie keine dauerhafte Linderung, wird letztendlich häufig zu einer Operation geraten. Diese kann zunächst häufig minimal invasiv im Sinne einer Gelenkspiegelung durchgeführt werden.

Bei anhaltenden Beschwerden oder vermeintlich zu großem Gelenkschaden wird ein Gelenkersatz empfohlen. Hier wird das schmerzende Gelenk durch ein künstliches ersetzt.

Es ist hochinteressant, dass viele Operierte nach dem Einsetzen eines künstlichen Gelenks zunächst eine Zeit lang beschwerdefrei sind, die Schmerzen dann jedoch oft wiederkommen. Ein möglicher Erklärungsansatz: Eine OP findet meist in Vollnarkose statt. Dabei kommt es zu einer vollständigen Erschlaffung der Muskulatur, es tritt Entspannung ein. Diese Entspannung hält einige Zeit postoperativ an. Zudem kommt es nach einer OP zu intensiven Rehabilitationsmaßnahmen, die ebenfalls zu einem Spannungsausgleich im muskulär-faszialen System führen.

Fakt ist: Der von uns wahrgenommene Schmerz ist ein Alarmsignal. Wie weiter oben beschrieben warnt uns dieser Alarmschmerz vor der drohenden Zerstörung unserer Gelenke durch die zu hohen Spannungen im Gewebe. Wird der Schmerz ausgeschaltet, ohne dass die Spannungen reduziert werden, kann es zu einer fortschreitenden Schädigung kommen – auch beim künstlichen Gelenk.

Warum also nicht zunächst die Spannungen reduzieren und schauen, was passiert?

Unser Weg: ohne OP und Schmerzmittel

Hierin besteht unser therapeutischer Ansatz: Wir packen den Schmerz bei seiner Ursache, indem wir den Alarmschmerz achten und ernst nehmen. Durch die von uns durchgeführte Osteopressur lernen wir Ihren Schmerzzustand genau kennen und entdecken die ursächlich verantwortlichen Muskeln. Ihr Gelenkschmerz ist nach Durchführung dieser Technik in 80 % der Fälle nur noch zu einem Bruchteil vorhanden. Das ist der Beweis, dass Ihre Schmerzen muskulär-faszial bedingt sind.

Gezielt auf das Ergebnis dieser Osteopressur zugeschnitten, trainieren wir danach Ihre Fähigkeiten zur dauerhaften Beseitigung Ihrer Schmerzen. Wir zeigen Ihnen die entscheidenden Übungen und üben diese in ihrer exakten Ausführung mit Ihnen ein.

Ganz nach unserer Behandlungstrias „Drücken-Dehnen-Rollen“ sichern wir den Erfolg durch eine auf Ihre Schmerzbereiche abgestimmte Faszienrollmassagen.  

Sie haben nichts zu verlieren: Bereits in der ersten Sitzung können wir feststellen, ob Ihre Beschwerden durch unseren Ansatz positiv zu beeinflussen sind. Nebenwirkungsarm und ohne zu schaden!

Vereinbaren Sie einen Termin. Wir beraten Sie gern.